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sorry sorry sorry....

Sorry liebe Leute….

Hallo hier bin ich wieder. Sorry das ich so lange nix von mir hören lassen habe. Aber ich bin letzten Mittwoch mit meinem Praktikum begonnen und seitdem nur noch am arbeiten und Gedanken machen gewesen für und wegen den kleinen süßen Engeln. Ihr glaubt garnicht welch ein Gefühl es ist dieses Lachen der kleinen zu sehen. Okay ihr kennt mich alle ein wenig und ihr wisst das ich nah am Wasser gebaut bin aber ich kann euch jetzt schon sagen, dass ich in den kommenden Monaten sicherlich noch einige Tränen vergießen werde. Aber alles nach der Reihe. Am Dienstagabend war ich so aufgeregt vor dem Begin meines Praktikums bei Protea hier in PE. Ich konnte wirklich nicht schlafen weil ich machte mir Gedanken darüber wie es denn sein würde, wie unser Begleiter sein würde, wie würden die Kinder reagieren. Naja Morgens um 6 Uhr lag ich noch immer wach und ich dachte mir ok in 45 Minuten geht mein Wecker sowieso. Also keine Sekunde geschlafen und trotzdem beschloss ich aufzustehen denn es hatte doch keinen Sinn mehr. Um 9 Uhr kam Martijn, unser Organisator von Khaya, um uns abzuholen. Ich war mega aufgeregt und wusste noch immer nicht was mich dort überhaupt erwarten würde. Glücklicherweiße ist das Praktikum nur rund 5 Minuten entfernt und ich konnte mir während der Fahrt keine großen Gedanken mehr machen. Und ihr wisst sicher wie sehr ich mich eigentlich darauf gefreut habe, um endlich anfangen zu dürfen und etwas nützliches zu machen. Kaum angekommen lernten wir unseren Boss kennen. Was ein genialer Mensch! Anton!!! Ich sag euch eine Kanone!!! Sehr ehrlich aber höflich und  besorgt um das wohl der Kinder und seiner Praktikanten. Er sagte sofort das er uns nicht als Praktikanten ansehen wird sondern als seine Kollegen und er hofft, dass er durch mich und Marius neue Inspirationen erlangt etc. Naja ein wenig hochgegriffen aber doch die wirklichkeit, ich denke Anton ist nun nach einer Woche schon von uns begeistert. Er hat mir gestern ( Freitag  ) gesagt das er noch nie so zwei gut erzogene Jungs wie uns als Praktikanten gehabt hätte. Denn er meinte das viele morgens keinen Mund aufbekommen und die Kollegen nicht begrüßen würden. Ich sage euch wir haben den ganzen Tag gelacht. Die Kollegen sind alle super super super super cool. Es ist einfach nur spaßig dort! Naja mit den Kollegen ist es Spaßig! Mit den Kindern natürlich auch!!! Aber jetzt kommt es! Wenn man weiß, dass jedes zweite Kind dort Tod Krank ist, dann ist es nicht mehr spaßig, sondern traurig. Ich könnte grade wieder heulen und es tut mir leid das ich das so schreibe aber wir in Deutschland oder Holland sollten uns doch verdammt nochmal endlich fragen ob es fair ist, ob wir eine Playstation 3 oder 2 haben. Leute, hier haben sie nicht mal einen scheiss Schluck Wasser zu trinken. Ich wird hier in den Texten keine Namen von Kindern nennen! Daher die Abkürzung L. für mein „lieblingskind“, er hat eine Unterhose zur Verfügung. Er hat nicht ein paar Schuhe. Er wird von den anderen Kindern ausgelacht, weil er nur eine Klammotte hat! Ich kapier es nicht. Ich kann das nicht verstehen. Und ich bin schon dabei Pläne zu schmieden um diesen Jungen mit zu nehmen. Wir zwei, also ich und L. haben den ganzen Tag zusammen gesessen, wir haben gelacht. Liebe Menschen wir hatten einen Spaß! Einen Spaß wegen wirklichen kleinen Dingen! L. ist einer der liebsten Jungs die ich jemals gesehen habe. Wenn er merkte das ich wieder mal die Sprache einiger anderen nicht verstanden habe, denn hier sprechen viele nur Xhosa oder Afrikaans, dann kommt er immer gleich und übersetzt. Ich könnte schmelzen vor Freude und innerlich zerbrechen vor Trauer. Wie reagiert man wenn man von seinem Begleiter erzählt bekommt, das jedes zweite Kind HIV hat? Wie reagiert man wenn man gesagt bekommt, das man in seinen 5 Monaten Praktikum Kinder sterben sehen wird? Ich weiß es echt noch nicht!!! Das wird für mich eine riesen Erfahrung! Ich muss dazu sagen, dass ich bis jetzt noch kein einzigen Ordner von einem Kind gelesen habe. Ich weiß also nicht wer Krank ist, wer warum in diesem Kinderheim ist. Morgen werde ich anfangen die verschiedenen Ordner der Kinder zu studieren. Ich hab jetzt schon eine riesen Angst. Weil ich innerlich wahrscheinlich sterben werde, ich aber festentschlossen bin um den Kindern dort eine schöne Zeit zu machen. Genau hier hat mein Begleiter einen Satz gesagt, den ich niemals vergessen werde. Er sagte wir können hier nicht die Welt verändern, aber uns ist es möglich um den Kindern 5 schöne Minuten zu bescheren. Daher will ich stark sein und den Kindern meine Trauer nicht zeigen. Donnerstag fragte mich L. ob ich ihn mit nach Deutschland nehmen könnte. Ich stand dort und mir blieb die Sprache weg. Was sollte ich antworten. Ich konnte jetzt nicht Nein sagen aber natürlich auch nicht Ja! Ich hab versucht ihn abzulenken und bin in mein Büro gegangen und hab Tränen fließen lassen. Leute Leute Leute! Es ist schon eine riesen Sache hier. Ich will euch nicht den Eindruck geben das es hier scheisse ist!!! Ganz und garnicht, ich bin stolz und glücklich diesen Schritt gewagt zu haben. Hier wächst man! Aber man muss auch ganz schön schlucken. Hier werden Probleme wie zum Beispiel, kein Geld vom Bafoegamt ziemlich klein. Hier kennen die Kinder die Regel der stärkeren Faust
6.9.10 18:26
 


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